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Marius Rieg.

Interaktive Installationen

Ein Event jagt das nächste: Wie aus dem AI-Portal von Luftschloss ein Produkt geworden ist

Von Marius Rieg · · 3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung: Das AI-Portal von Luftschloss war in diesem Jahr auf Design- und Immobilienmessen, im Stadion und bei einem Musikevent im Einsatz. Dazu kommen die ersten verkauften Portale an Wirtschaftsförderungen und den Einzelhandel, also dauerhafte statt zeitlich begrenzter Nutzung. Ein persönlicher Überblick über die Projekte, die nächsten Termine, was dahinter steckt und welche Fragen wir dabei ernst nehmen müssen.

Als wir angefangen haben, künstliche Intelligenz für Menschen unmittelbar erlebbar zu machen, war das eine Idee. Inzwischen ist das Portal, unser interaktiver KI-Fotoscreen bei Luftschloss, eines der gefragtesten Produkte, die wir anbieten. Die vergangenen Monate waren geprägt von Events, ganz unterschiedlichen Kunden und Einsatzorten. Kaum ist ein Termin abgeschlossen, steht der nächste an. Dieser Beitrag ist ein Überblick, kein Werbetext: was war, was kommt und was ich daran für wichtig halte.

Von Mailand über München bis ins Stadion

In diesem Jahr stand das Portal an sehr verschiedenen Orten. Auf der Salone del Mobile in Mailand, einer der weltweit wichtigsten Design- und Möbelmessen. Auf der EXPO REAL in München, wo wir gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald die Region auf dem Gemeinschaftsstand von Baden-Württemberg International präsentiert haben. Dort herrschte drei Tage lang großer Andrang. Besucher ließen sich in individuelle Bildwelten versetzen und nahmen ihr Erinnerungsfoto direkt mit. Nach unserem Eindruck gehörte der Bereich zu den größten Publikumsmagneten am Gemeinschaftsstand, auch wenn das ein Eindruck vor Ort ist und keine Messung. Geblieben sind unzählige Bilder, Kontakte und Gespräche.

Im Sport ist das Portal ebenfalls angekommen. Bei Werder Bremen verbindet es Fußball, Fanerlebnis und KI zu einer interaktiven Experience, wie ich es nach dem Legendenspiel zum 100. Stadionjubiläum beschrieben habe. Ganz anders war der Einsatz bei einem großen DJ-Event der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim: Hier stand das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt, und die Besucher inszenierten sich in außergewöhnlichen Bildwelten. Internationale Fachmesse, Fußballstadion, Musikveranstaltung: Das Grundprinzip bleibt gleich, die Erlebniswelt ist jedes Mal eine andere.

Was als Nächstes kommt

Im November stehen ein Einsatz beim FC Bayern München und die electronica in München an. Dazu kommen Unternehmertage, Weihnachtsmärkte, Veranstaltungen in Outlet-Centern und weitere Anfragen aus unterschiedlichen Branchen. Für das kommende Jahr zeichnen sich Immobilienmessen ab, auf denen wir Immobilien, Standorte und Regionen interaktiv präsentieren wollen. Die Bandbreite reicht vom emotionalen Fanerlebnis über Markeninszenierung bis zur Präsentation von Wirtschaftsstandorten.

Mehr als ein Messehighlight

Für mich ist die interessanteste Entwicklung eine andere: Das Portal wird nicht mehr nur für einzelne Veranstaltungen gebucht. Wir haben bereits Portale an Wirtschaftsförderungen und an Unternehmen aus dem Einzelhandel verkauft. Damit entstehen neben zeitlich begrenzten Events dauerhafte Einsatzmöglichkeiten.

Im Stadtmarketing und in der regionalen Wirtschaftsförderung sehe ich großes Potenzial. Statt klassischer Werbebotschaften können Besucher selbst Teil einer Region werden, Sehenswürdigkeiten entdecken oder sich in individuell gestalteten Motiven wiederfinden. Im Einzelhandel lassen sich saisonale Kampagnen, Produktwelten oder Aktionen direkt am Point of Sale umsetzen, was Aufmerksamkeit schafft und einen zusätzlichen Grund liefert, ein Geschäft oder Einkaufszentrum zu besuchen. Outlet-Center, Malls und Veranstaltungsflächen kommen für Weihnachtsaktionen und ganzjährige Installationen in Frage.

Wie das Portal funktioniert

Das Konzept ist einfach: Besucher stellen sich vor die Kamera, werden fotografiert und finden sich wenige Augenblicke später in einer KI-generierten Bildwelt wieder, etwa als Fußballprofi im Stadion, auf einer Reise durch eine Region oder als Hauptfigur einer Markenkampagne. Die Bilder lassen sich digital teilen oder vor Ort ausdrucken. Für jeden Kunden entwickeln wir eine eigene Experience, bei der Motive, Bildsprache, Branding und technische Umsetzung auf Veranstaltung und Zielgruppe abgestimmt sind. Eine gewöhnliche Fotobox ist es deshalb nicht.

Warum es funktioniert, und welche Fragen offen bleiben

Auf Messen und Events konkurriert alles um Aufmerksamkeit. Das Portal braucht keine langen Erklärungen: Menschen werden neugierig, bleiben stehen, probieren es aus und zeigen ihr Ergebnis weiter. So entstehen Gespräche. Jeder nimmt etwas Eigenes mit, kein Flyer und kein beliebiges Werbegeschenk, sondern ein Bild, das mit einer Marke, einer Veranstaltung oder einem Ort verbunden bleibt.

Weil wir Bilder von Menschen verarbeiten und KI-generierte Motive erzeugen, gehören aber auch Fragen dazu, die bei jeder Installation dieser Art beantwortet werden müssen: Einwilligung der Besucher, Umgang mit den Aufnahmen und Kennzeichnung der erzeugten Bilder. Gerade bei dauerhaften Installationen bei Wirtschaftsförderungen und im Handel werden sie wichtiger, weil dort niemand mehr einen Event-Rahmen mitdenkt. Wer ein solches System kauft, sollte sie vor dem Kauf stellen.

Und 2027?

Das Potenzial ist nach meinem Eindruck noch nicht ausgeschöpft. Wir arbeiten an neuen Funktionen, Bildwelten und Einsatzmöglichkeiten, und das Interesse wächst aus verschiedenen Branchen: Immobilien, Tourismus, Stadtmarketing, Handel, Sport, Industrie und Eventveranstaltern. Aus einer technologischen Idee ist ein Produkt geworden, das auf Messen, im Stadion und zunehmend im Alltag von Unternehmen und Institutionen seinen Platz findet. Bei der Zahl an Projekten, die anstehen, wird es bei Luftschloss sicher nicht langweilig.

Mehr zum Portal gibt es auf der Portal-Seite von Luftschloss.